Golf

Beim Golfsport handelt es sich um eine Sportart schottischen Ursprungs. Bereits im 15. Jahrhundert spielte man an der Südküste Schottlands.

Die Geschichte des Golfsports

Beim Golfsport handelt es sich um eine Sportart schottischen Ursprungs. Bereits im 15. Jahrhundert spielte man an der Südküste Schottlands mit entsprechenden Schlägern und Bällen. Doch auch die Niederlande und Belgien kannten um diese Zeit einen ähnlichen Sport. Einem Fachbeitrag des deutschen Wissenschaftlers Dr. Heiner Gillmeister zufolge wurde der Sport bereits 1545 durch den Gelehrten Pieter van Afferden in den Niederlanden beschrieben. Während es die schottische Variante zum Ziel hatte, den Golfball in ein Loch zu befördern, kannten die Versionen des Festlands keine Löcher. Daher wird grundsätzlich Schottland als Mutterland bzw. das Königreich Fife im Speziellen als Ursprungsort des Golfsports gesehen. Zumindest steht fest, dass die genaue Herkunft des Sports bestenfalls umstritten ist.

Die ersten Schritte

Während der Golfsport heutzutage von professioneller Ausrüstung und genauester Vorbereitung geprägt ist, sahen die Anfänge vergleichsweise rudimentär aus. Als Schläger wurden einfache Stöcke aus Holz, als Bälle Kieselsteine verwendet. Auch perfekt gepflegte Golfplätze kannte man damals nicht, stattdessen wurde in naturbelassenen Dünenlandschaften gespielt. Der erste tatsächliche Golfplatz, das ist historisch gesichert, wurde in der schottischen Stadt Leith errichtet. Außerdem beheimatet die Stadt den ersten Golfclub überhaupt. „The Gentleman Golfers of Leith“ legten auch als erste überhaupt genaue Regeln für die Sportart fest, die zu großen Teilen auch heute noch Anwendung finden. So führten sie die standardmäßige Lochanzahl von 18 pro Golfkurs ein.

Auch Illustrationen bezüglich der Spielweise wurden etabliert. Diese hatten ihren Ursprung jedoch im französischen „jeu de mail“ (Pall-Mall), das dort seit dem 16. Jahrhundert gespielt wurde.

Erste Ausrüstungen

Erste fortgeschrittenere Golfschläger, bei denen es sich nicht um bloße Holzstöcke handelte, wurden in Handarbeit aus den Holzarten „Persimmon“ und „Hickory“ gefertigt. In den folgenden Jahren erfreuten sich Schläger aus Gutta-Percha, einem kautschukähnlichen Material, großer Beliebtheit. Nachdem diese etwa 100 Jahre lang verwendet worden waren, revolutionierten 1848 erste Metallschläger den Sport. In der Folge wurde die Golfausrüstung immer billiger, sodass auch die breite Masse den Golfsport praktizieren konnte. Das Spiel wurde allmählich zum Volkssport.

Weitere Entwicklung

Einen weiteren Meilenstein dieser Entwicklung markierte das erste professionelle Turnier, die British Open. In den Vereinigten Staaten wurde im Jahre 1894 die „United States Golf Association“ gegründet. Nur sechs Jahre später fand der Sport auch Einzug ins Programm der Olympischen Spiele, was ihr zusätzliche Aufmerksamkeit einbrachte. 1905 erhielten Golfbälle die heute so charakteristischen Dimples, jene Einkerbungen, die dem Spielgerät eine genauere Flugbahn verleihen sollen. Nur zwei Jahre später wurde der Deutscher Golf Verband in Hamburg einberufen. Er zählt heute über 640.000 Mitglieder in mehr als 850 Vereinen und hat seinen Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Zwei Jahre zuvor war der klassische geschmiedete Golfschläger von Spielgeräten aus gegossenem Eisen abgelöst worden. Zudem weisen sie seitdem einen Griff aus Gummi, auf, wohingegen Ledergriffe zuvor verbreitet waren.
2016 kehrte der Golfsport nach 112 Jahren Abstinenz ins Aufgebot der Olympischen Spiele zurück. Die dritte Veranstaltung des Sports im Rahmen des Wettbewerbs konnte der Engländer Justin Rose für sich entscheiden. Auch bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio und 2024 in Paris werden Golfwettkämpfe ausgetragen werden.

Insiderinfo​

1971 wurde dem Golfsport eine besondere Ehre zuteil: Der Astronaut Alan Shepard führte zwei Golfschläge auf dem Mond aus. Der fünfte Mensch auf dem Mond wurde so zum ersten Golfspieler außerhalb unseres Planeten. Er hatte zwei Golfbälle und ein Eisen 6 an Bord der Apollo-14-Mission gebracht. Verfehlte er mit dem ersten Schlag noch den Ball, gelang ihm mit dem zweiten Versuch ein größerer Erfolg einer Distanz von etwa drei Metern. Beim dritten Schlag konnte er den Golfball aufgrund der geringeren Schwerkraft sogar 350 Meter weit befördern.

Den Rekord für den längsten Golfschlag aller Zeiten hält jedoch ein anderer Astronaut bzw. Kosmonaut: Der Russe Michail Tjurin schlug im Jahre 2006 einen Ball von der Weltraumstation ISS in den Weltraum. Innerhalb von drei Tagen umrundete der Golfball den Erdball fast 50 Mal.

Der Golfsport heutzutage

Die wohl größten Veranstaltungen des Sports sind die sogenannten Majors. Diese vier Turniere können auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie gestalten sich folgendermaßen:

The Open Championship

Dieser Grand Slam besteht seit dem Jahre 1860, was ihn zur ältesten noch ausgetragenen Golfveranstaltung überhaupt macht. Der Wettbewerb wird turnusmäßig auf neun wechselnden Golfplätzen im Vereinigten Königreich abgehalten.

U.S. Open

Dieses Turnier wurde im Jahre 1895 eingeführt, als es in Newport, Rhode Island gespielt wurde. Heutzutage findet es jährlich im Juni auf verschiedenen Plätzen statt.

Championship

Diese Veranstaltung existiert seit 1916. Sie wurde zunächst in Bronxville, New York durchgeführt und findet heute an wechselnden Austragungsorten statt.

The Masters Tournament

Den jüngsten aller Grand Slams gibt es seit 1934. Anders als alle anderen findet es stets an einem festen Ort statt, nämlich dem Augusta National Golf Club in Augusta, Georgia. Auch zeichnet sich die Veranstaltung anders als alle anderen Major-Events dadurch aus, ein Einladungsturnier zu sein.

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